Zukunft gestalten: Ein Markt der Möglichkeiten
Ein Hauch von Aufbruch wehte am 11. November, dem Gedenktag des heiligen Martin, durch den Klarasaal. Im Rahmen einer sogenannten Townhall Veranstaltung kamen über 50 Schwestern, Mitarbeitende und Ehrenamtliche zusammen, um sich gegenseitig über den Stand verschiedener Projekte zu informieren. So wie einst Martin von Tours seinen Mantel mit einem Bedürftigen teilte, wurde an diesem Tag im Kloster Oberzell nicht nur gemeinsam Zeit verbracht, sondern es wurden Ideen, Visionen und viele Gedanken miteinander geteilt. Seit einem Jahr arbeiten verschiedene Projektgruppen daran, die Zukunft des Klosters mitzugestalten. Begleitet wird dieser Teil des Transformationsprozesses vom Team ANNA (Anders nachhaltig – nachhaltig andere
Hoffnung und Herausforderung in der Geflüchtetenhilfe
Als der Krieg 2022 in ihrer Heimat Ukraine ausbrach, musste Oksana (Name geändert) fliehen. Ihr Weg führte nach Deutschland und schließlich ins Kloster Oberzell. Oksana begann einen Sprachkurs und arbeitete nachmittags in einer Bäckerei. Heute, zwei Jahre später, hat sie ihren Deutschkurs erfolgreich abgeschlossen und möchte eine kaufmännische Ausbildung beginnen. Geschichten wie die von Oksana zeigen, wie wichtig es ist, dass Geflüchtete Unterstützung erhalten. Nach dem Kriegsausbruch war auch für die Oberzeller Franziskanerinnen klar: Wir müssen helfen. Neben finanziellen Spenden wurde schnell die Entscheidung getroffen, selbst Geflüchtete aufzunehmen. Schwestern zogen innerhalb des Klostergeländes um und schafften so Platz für Frauen
Jubiläum: 70 Jahre Holy Childhood School in Eshowe
Wir gratulieren: Am 31. Oktober feierte die Holy Childhood School in Eshowe ein besonderes Jubiläum. Vor 70 Jahren gründeten die Oberzeller Schwestern (Holy Childhood Sisters) die katholische Schule in Südafrika. Auch Sr. Katharina Ganz war dabei und predigte in der Kathedrale St. Benedict: Predigt zu 70 Jahre Holy Childhood School, Eshowe von Sr. Katharina Ganz Liebe Holy Childhood Familie, liebe Kinder, Eltern, Lehrkräfte, Schulleiter, Priester, Mitschwestern, liebe Freunde und Freundinnen, die Erwachsenen mögen es mir nachsehen, dass ich mich heute vorwiegend an die Schüler:innen wende: Und ich brauche gleich Eure Mithilfe. Wer hat denn vor 70 Jahren die Holy Childhood
Barrierefreiheit und Klimawandel: Heilkräutergarten passt sich an
Gesine Schultz und Katharina Mantel hieven schwere Beeteinfassungssteine zur Seite und wischen sich den Schweiß von der Stirn. Neben ihnen sticht Sr. Reingard Memmel vorsichtig Zitronenmelisse und Lavendel aus der trockenen Erde aus. Die Stauden müssen umgepflanzt werden, um für einen breiteren Weg Platz zu machen. Weiter hinten prüft Melanie van Baal mit einem Meterstock die Breite des neuen Weges. Jede der Frauen im Heilkräutergarten im Kloster Oberzell arbeitet hochkonzentriert. Zwischendurch wird immer wieder besprochen, wie die Wege harmonisch verlaufen und wo die Kräuter ihren neuen Platz finden. Heribert Bauer bugsiert derweil frisches Substrat im Schubkarren zu den neu geformten
Frisches Leitungswasser für jede:n: Kloster Oberzell ist Refill-Station
Durstig? Bei den Oberzeller Franziskanerinnen können sich Besucher:innen jederzeit ihre Trinkflasche mit frischem Leitungswasser füllen lassen. Seit kurzem ist das Kloster Oberzell nun auch offiziell eine sogenannte Refill-Station. Die Abfüllstelle ist an der Klosterpforte, die täglich von 7 bis 17 Uhr geöffnet ist. Darüber hinaus gibt es zwischen 6 und 20 Uhr die Möglichkeit, sich selbst Wasser aus dem Wasserhahn in der Toilette rechts von der Klosterpforte zu holen, wie Nachhaltigkeitsbeauftragte Schwester Beate Krug erklärt. Gestartet 2017 in Hamburg als ehrenamtliche Bewegung, wird Refill-Deutschland seit Sommer 2023 durch den gemeinnützigen Verein „a tip: tap“ koordiniert. Jährlich würden allein in Deutschland
Frauenleben in Papua-Neuguinea: Hoffnung trägt – Gemeinschaft (oder Glauben) prägt
In besonderen Veranstaltungen im Weltmissionsmonat Oktober drehte sich im Kloster Oberzell alles um Papua-Neuguinea, das diesjährige missio-Aktionsland. Gemeinsam mit dem Diözesanverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB), der Fachstelle Frauenseelsorge und dem ökumenischen Frauengottesdienstteam im Bistum Würzburg feierten wir eine ökumenische Frauenliturgie, bei der mutige Frauen aus Papua-Neuguinea im Mittelpunkt standen. Diese haben vor allem unter dem Klimawandel zu leiden, der zum Beispiel den Meeresspiegel ansteigen lässt und damit Lebensgrundlagen vernichtet. Hier engagieren sich einige Frauen, um national und international Bewusstsein für die Bedrohung ihrer Heimat zu schaffen. Gewalt gegen Frauen ist ein anderes großes Problem. Besonders bewegend: Dr. Birgitta Bauer,
Photovoltaikanlage in Betrieb genommen
Mit der Inbetriebnahme einer neuen Photovoltaikanlage machen die Oberzeller Franziskanerinnen einen weiteren Schritt in Richtung Klimaneutralität. Rechtzeitig zum Start der „Bayerischen Klimawoche 2024“ begann die auf mehreren Dächern des Klostergeländes installierte Anlage am 10. Oktober mit der Stromproduktion. „Das ist für uns ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zu unserem Ziel, bis 2030 klimaneutral zu sein“, erklärt Generaloberin Sr. Katharina Ganz. Die Anlage umfasst 309 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von über 120 Kilowatt-Peak (kWp). Die Module sind auf fünf Dächern der Montessorischule und des Pflegeheims Antoniushaus in Ost-, Süd- und Westausrichtung verteilt. „Dadurch kann den ganzen Tag über Sonnenenergie genutzt
Gemeinschaft erleben mit echten Tiefen und Höhen
In Franken gibt es viel zu erleben: man kann wunderschöne Städte wie „Klein-Venedig“ entdecken, Höhlen erforschen oder Gipfel erklimmen. Es war eine ganz besondere Reise im vergangenen Jahr für die fünf jungen Frauen, die im Ambulant Betreuten Wohnen im Haus Antonia Werr (HAW) leben. Ein paar Tage raus aus dem gewohnten Umfeld, sich auf Neues einlassen, sich zurecht finden und darauf vertrauen, dass alles klappen wird – solche Reisen ermöglichen Lebens- und Erfahrungsräume in sozialtherapeutischer Begleitung. Sie unterstützen die Bewohnerinnen auf ihrem Therapie- und Genesungsweg und stärken Selbstvertrauen und Resilienz. Zudem können Ressourcen der Frauen aktiviert und gefördert werden, die
Mehr als Deko: Antonio Bossis Stuck in Oberzell – neuer Kunstführer vorgestellt
Ist Stuck einfach nur Dekoration? Oder steckt weitaus mehr hinter der barocken Kunst? Bei Antonio Bossi ist sicher Letzteres der Fall. Das wurde am Samstag im Kloster Oberzell deutlich, als der Würzburger Manuel Mayer seinen neuen Kunstführer „Antonio Bossi in Oberzell“ vorstellte. Rund 60 Gäste waren gekommen, um mehr über das beeindruckende Werk des italienischen Stuckateurs zu erfahren. Bei jeder Führung, die sie in Oberzell bereits gehalten habe, dürften die im Treppenhaus dargestellten Kardinaltugenden und vier Elemente nicht fehlen, betonte Generaloberin Sr. Katharina Ganz in ihrer Begrüßung. Aber so wie Manuel Mayer habe sie den Stuck bisher noch nie gesehen.
Nachhaltigkeit braucht Suffizienz: Politischer Austausch im Kloster Oberzell
Mit seiner Aktion „Es reicht. Mehr Mut zu Suffizienz!“ will das Ökumenische Netzwerk Klimagerechtigkeit eine politische Debatte über Suffizienz als zentrales Nachhaltigkeitsprinzip anregen. Gespräche mit Bundestagsabgeordneten, aber auch der Dialog mit Bürger:innen und Wähler:innen soll dazu beitragen. Ende August war Prof. Andrew Ullmann (FDP) zu Besuch im Kloster Oberzell, um sich mit Vertreter:innen aus dem „Bündnis ZukunftsKlima Würzburg“ auszutauschen. Die Oberzeller Franziskanerinnen sind Mitglied im Ökumenischen Netzwerk Klimagerechtigkeit und im Würzburger Bündnis ZukunftsKlima. Schwester Beate Krug, ausgebildete Umweltingenieurin und Nachhaltigkeitsbeauftragte der Kongregation, freut sich, dass das Anliegen von einem weiteren Politiker aufgegriffen wurde. „Es war ein sehr inspirierendes Gespräch.“ Ullmann
Philippa Haase und Tracy McEwan: Hört man schlecht oder hört man nur nicht richtig zu?
Philippa Haase und Tracy McEwan geben im Vorfeld der kommenden Synodensitzungen einen Einblick in die Ergebnisse der International Survey of Catholic Women, ISCW, einer internationalen Umfrage unter katholischen Frauen mit einem Schwerpunkt auf die Positionen der deutschen Teilnehmerinnen. Ihr gemeinsamer Artikel ist im theologischen Feuilleton feinschwarz.net erschienen. Die Umfrage zeige, dass katholische Frauen weltweit, einschließlich in Deutschland, verstärkte Reformen fordern. Besonders gehe es dabei um die Rolle der Frauen in der Kirche, ihren Zugang zu Leitungspositionen und sakramentalen Ämtern sowie um die Bekämpfung von Missbrauch. Viele Frauen seien frustriert über das mangelnde Engagement der Kirchenleitung in diesen Bereichen. In Deutschland
800 Jahre Stigmata des heiligen Franziskus: Von Wundmalen und Verwundbarkeit
Studientag der Oberzeller Franziskanerinnen und der Franziskaner-Minoriten Im Jahr 1224 – um das Fest Kreuzerhöhung – hielt sich Franz von Assisi für mehrere Wochen in der Toskana auf dem Berg La Verna auf. Hierher hatte er sich zu Fasten, Gebet und Meditation zurückgezogen. In dieser Atmosphäre größtmöglicher Nähe zu Gott wurden ihm die Wundmale geschenkt. Selbst spricht er nie darüber, doch aufgrund zahlreicher Zeugnisse geht er „als erster Mystiker in die Geschichte ein, von dem das unerklärliche Phänomen der Stigmata zweifelsfrei bezeugt ist.“ (Niklaus Kuster OFM Cap.) Dieses Ereignis fasziniert bis heute und die franziskanische Familie feiert in diesem Jahr
Kontakt
Oberzeller Franziskanerinnen
Kloster Oberzell
97299 Zell am Main
Telefon 0931/46010
Mail: kloster@oberzell.de
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