Seit 1855 setzen wir uns für Menschen ein, die am Rand der Gesellschaft stehen. Gemeinsam mit engagierten Mitarbeitenden begleiten wir Mädchen und Frauen, deren Würde bedroht ist, die Gewalt erfahren haben, in Not geraten oder auf der Flucht sind und halten so den Auftrag unserer Gründerin Antonia Werr lebendig. Zu unseren Vorbildern gehören außerdem Franziskus und Klara von Assisi, die sich solidarisch für ausgegrenzte Menschen und die Schöpfung einsetzten.
Wir glauben an einen Gott, der Mensch wurde und sehen in jedem Menschen ein Kind Gottes: einzigartig, wertvoll und geliebt.
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Studie zu sexualisierter Gewalt – Betroffene und Zeitzeug:innen gesucht
Die Oberzeller Franziskanerinnen haben das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim damit betraut, wissenschaftlich zu untersuchen, in welchem Ausmaß sexualisierte Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Erwachsene in ihrem Verantwortungsbereich vorkam und wie man damit umgegangen ist. Die Kongregation möchte mit dieser unabhängigen Studie eine Grundlage für die Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit erhalten, Verantwortung übernehmen und Betroffenen Gehör verschaffen. Die Ergebnisse der Studie sollen außerdem dazu beitragen, Schutzkonzepte und Präventionsmaßnahmen zu verbessern. Ausführlichere Infos sowie Antworten auf häufige Fragen finden Sie hier. Im März 2025 wurden der Start der Studie mit dem damit verbundenen Aufruf mit einer Pressemitteilung veröffentlicht.
Immer näher: Tag des geweihten Lebens im Kloster Oberzell
Mit dem Gedicht „Immer näher“ von Andreas Knapp über Franz von Assisi begrüßte Generaloberin Sr. Juliana Seelmann am vergangenen Sonntag rund 120 Ordensleute aus dem Bistum Würzburg im Kloster Oberzell. Gemeinsam feierten sie mit Bischof Dr. Franz Jung den Tag des geweihten Lebens. Die Ordensreferent:innen Paul Weismantel (OSF) und Sr. Johanna Ankenbauer (OSU) hatten den Begegnungstag vorbereitet. Nach anregenden Gesprächen bei Kaffee und Kuchen in den Oberzeller Refektorien folgte ein Vortrag von Sr. Dr. Katharina Ganz. Unter dem Leitwort „Geh in meinen Spuren, bis sie ganz die deinen sind“ stellte die frühere Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen den heiligen Franziskus ins
Synodaler Weg in Deutschland offiziell beendet – gemeinsamer Weg geht weiter
Nach sechs Jahren ist der Synodale Weg der katholischen Kirche in Deutschland an diesem Wochenende in Stuttgart zu Ende gegangen. Mit dabei war auch Sr. Dr. Katharina Ganz, ehemalige Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen. Vom 29.-31. Januar traf sich die Synodalversammlung, um auszuwerten, wie weit die Umsetzung der vor drei Jahren getroffenen Beschlüsse inzwischen fortgeschritten ist und eine von der pastoraltheologischen Fakultät der Universität Eichstätt durchgeführte Evaluation wurde vorgestellt. Auch in Zukunft soll das Monitoring fest verankert bleiben in der Weiterarbeit. Am Ende verabschiedete die Versammlung noch eine Erklärung, in der sie festhält, was in den vergangenen Jahren erreicht worden
260 Jahre Engagement: Dank an langjährige Mitarbeitende
Mit einem feierlichen Dank wurden im Kloster Oberzell Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geehrt, die seit 5, 10, 15, 20 oder sogar 30 Jahren Teil der Dienstgemeinschaft sind. Zusammen bringen sie beeindruckende 260 Jahre Einsatz, Energie und Liebe in die vielfältigen Aufgaben des Klosters und seiner Einrichtungen ein. Generaloberin Schwester Juliana Seelmann würdigte das Engagement der Jubilarinnen und Jubilare in ihrer Ansprache: „Ich freue mich, dass Kolleginnen und Kollegen sowie Mitschwestern heute hier sind, um Sie und Euch zu feiern.“ Als besonderes Symbol des Dankes griff sie das „ABC der Gerechtigkeit“ der Autorin Tina Willms auf und verwandelte es in ein „Oberzeller
Würzburger Appell: Keine Abschiebungen nach Afghanistan
Die Oberzeller Franziskanerinnen haben den „Würzburger Appell 2026 – Keine Abschiebungen nach Afghanistan“ unterzeichnet. Gemeinsam mit zahlreichen Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen aus Würzburg wenden wir uns damit an Politik und Behörden auf Bundes- und Landesebene. Der Appell fordert einen sofortigen Abschiebestopp nach Afghanistan. Die aktuelle Lage im Land ist geprägt von massiven Menschenrechtsverletzungen, insbesondere gegenüber Frauen, Kindern und Minderheiten. Folter, unmenschliche Behandlung, willkürliche Inhaftierungen und eine katastrophale humanitäre Situation machen Rückführungen unvereinbar mit dem völkerrechtlich verankerten Refoulement-Verbot. Mit unserer Unterschrift schließen wir uns der klaren Forderung an, Abschiebungen nach Afghanistan zu unterlassen und politische Entscheidungen an den fundierten Lageeinschätzungen internationaler
Fledermäuse willkommen: Auszeichnung für gelebten Artenschutz im Kloster Oberzell
Für seinen langjährigen Einsatz im Fledermausschutz wurde das Kloster Oberzell mit der „Fledermausplakette“ des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz ausgezeichnet. Sr. Margot Schmitt nahm in Vertretung der Oberzeller Franziskanerinnen die Ehrung im Dezember 2025 im Landratsamt Würzburg von Landrat Thomas Eberth entgegen. Die Plakette „Fledermäuse willkommen“ wurde nun an der Klosterkirche angebracht – als Zeichen des gelebten Artenschutzes und als Einladung, dem Beispiel zu folgen. Seit 2017 engagiert sich die Oberzeller Ordensgemeinschaft aktiv für den Schutz der nachtaktiven Tiere. Zwei regelmäßige Kontrollen auf dem Klostergelände – im Sommer auf den Dachböden und im Winter in den Gewölbekellern – liefern