Seit 1855 setzen wir uns für Menschen ein, die am Rand der Gesellschaft stehen. Gemeinsam mit engagierten Mitarbeitenden begleiten wir Mädchen und Frauen, deren Würde bedroht ist, die Gewalt erfahren haben, in Not geraten oder auf der Flucht sind und halten so den Auftrag unserer Gründerin Antonia Werr lebendig. Zu unseren Vorbildern gehören außerdem Franziskus und Klara von Assisi, die sich solidarisch für ausgegrenzte Menschen und die Schöpfung einsetzten.
Wir glauben an einen Gott, der Mensch wurde und sehen in jedem Menschen ein Kind Gottes: einzigartig, wertvoll und geliebt.
Schön, dass Sie da sind!
Studie zu sexualisierter Gewalt – Betroffene und Zeitzeug:innen gesucht
Die Oberzeller Franziskanerinnen haben das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim damit betraut, wissenschaftlich zu untersuchen, in welchem Ausmaß sexualisierte Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Erwachsene in ihrem Verantwortungsbereich vorkam und wie man damit umgegangen ist. Die Kongregation möchte mit dieser unabhängigen Studie eine Grundlage für die Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit erhalten, Verantwortung übernehmen und Betroffenen Gehör verschaffen. Die Ergebnisse der Studie sollen außerdem dazu beitragen, Schutzkonzepte und Präventionsmaßnahmen zu verbessern. Ausführlichere Infos sowie Antworten auf häufige Fragen finden Sie hier. Im März 2025 wurden der Start der Studie mit dem damit verbundenen Aufruf mit einer Pressemitteilung veröffentlicht.
260 Jahre Engagement für die Oberzeller Franziskanerinnen – Dank an Jubilarinnen und Jubilare
Mit einem feierlichen Dank wurden im Kloster Oberzell Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geehrt, die seit 5, 10, 15, 20 oder sogar 30 Jahren Teil der Dienstgemeinschaft sind. Zusammen bringen sie beeindruckende 260 Jahre Einsatz, Energie und Liebe in die vielfältigen Aufgaben des Klosters und seiner Einrichtungen ein. Generaloberin Schwester Juliana Seelmann würdigte das Engagement der Jubilarinnen und Jubilare in ihrer Ansprache: „Ich freue mich, dass Kolleginnen und Kollegen sowie Mitschwestern heute hier sind, um Sie und Euch zu feiern.“ Als besonderes Symbol des Dankes griff sie das „ABC der Gerechtigkeit“ der Autorin Tina Willms auf und verwandelte es in ein „Oberzeller
Würzburger Appell: Keine Abschiebungen nach Afghanistan
Die Oberzeller Franziskanerinnen haben den „Würzburger Appell 2026 – Keine Abschiebungen nach Afghanistan“ unterzeichnet. Gemeinsam mit zahlreichen Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen aus Würzburg wenden wir uns damit an Politik und Behörden auf Bundes- und Landesebene. Der Appell fordert einen sofortigen Abschiebestopp nach Afghanistan. Die aktuelle Lage im Land ist geprägt von massiven Menschenrechtsverletzungen, insbesondere gegenüber Frauen, Kindern und Minderheiten. Folter, unmenschliche Behandlung, willkürliche Inhaftierungen und eine katastrophale humanitäre Situation machen Rückführungen unvereinbar mit dem völkerrechtlich verankerten Refoulement-Verbot. Mit unserer Unterschrift schließen wir uns der klaren Forderung an, Abschiebungen nach Afghanistan zu unterlassen und politische Entscheidungen an den fundierten Lageeinschätzungen internationaler
Kloster Oberzell erhält Plakette „Fledermäuse willkommen“ – Auszeichnung für gelebten Artenschutz
Für seinen langjährigen Einsatz im Fledermausschutz wurde das Kloster Oberzell mit der „Fledermausplakette“ des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz ausgezeichnet. Sr. Margot Schmitt nahm in Vertretung der Oberzeller Franziskanerinnen die Ehrung im Dezember 2025 im Landratsamt Würzburg von Landrat Thomas Eberth entgegen. Die Plakette „Fledermäuse willkommen“ wurde nun an der Klosterkirche angebracht – als Zeichen des gelebten Artenschutzes und als Einladung, dem Beispiel zu folgen. Seit 2017 engagiert sich die Oberzeller Ordensgemeinschaft aktiv für den Schutz der nachtaktiven Tiere. Zwei regelmäßige Kontrollen auf dem Klostergelände – im Sommer auf den Dachböden und im Winter in den Gewölbekellern – liefern
Wir trauern um Sr. Walgunde Dorsch
Am Abend des 14. Januar 2026 verstarb unsere Mitschwester M. Walgunde Dorsch. Anna Dorsch wurde am 27. Dezember 1932 in Unterbrunn (Landkreis Staffelstein) geboren. Nach dem Besuch der Volks- und Fortbildungsschule trat sie 1948 ins Kloster Oberzell ein und wurde zur Wäscheschneiderin ausgebildet. Nach der Gesellenprüfung wurde sie 1952 eingekleidet und feierte nach ihrem einjährigen Noviziat ihre Erstprofess. Zwischen 1953 und 1955 war sie an verschiedenen Orten als Nähschwester und bereitete sich auf ihre Ausreise in die USA vor. Ab Juli 1955 war sie zuerst als Nähschwester in North Plainfield eingesetzt und besuchte dann die Krankenpflegeschule in Trenton. Anschließend war
Neujahrswunsch: Mut und „Verrücktheit“, jeden Tag mit Wundern zu rechnen
mag sein dass ich nie recht begriff was geboren-sein heißt mag sein dass ich warte auf verlorenem posten mag sein dass verrückt ist wer noch immer rechnet mit wundern verrückt wie die frauen die in der gruft eines toten entdeckten die neue geburt Kurt Marti Liebe Leserinnen und Leser, die frohe Botschaft von Weihnachten klingt noch in mir nach, sein „Geboren-Sein“, seine Menschwerdung in unsere Alltagsrealität, in die „Ställe“ unserer Zeit. Allerdings spüre ich im Alltag in letzter Zeit auch immer deutlicher die Herbergssuche von Maria und Josef. Da höre ich weniger die Freude, sondern eher die schroffe Abweisung